FEELING EMPTY, FEELING USED – BUT ONE THING I KNOW FOR SURE.

FEELING EMPTY, FEELING USED – BUT ONE THING I KNOW FOR SURE.

Feeling empty, feeling used
It’s like running off fumes
A little broken, confused
But one thing I know for sure

Ain’t giving up on you, ain’t giving up on you!

Wenn die Lichter der Autos auf der Autobahn bei Dunkelheit einfach an einem vorbeisausen. Wenn man das Gefühl hat in einer Blase zu leben und Stimmen nur noch leise wahrnimmt. Wenn man nichts um sich herum realisiert und dauerhaft müde ist – ja, dann weiß man, was man hinter sich gebracht hat. Eine harte Zeit! Wo ist überhaupt der Sommer?

Ich bin überglücklich endlich durch zu sein! Yes Leute – noch bin ich keine Bachelorette – aber bald! Ich befinde mich momentan auf den letzten Metern bis hin zu diesem Ziel, ja, ich kann es quasi schon riechen! Jetzt sind es nur noch einige Tage bis ich mein Leben wieder zurück habe, nein, bis ich erst so richtig zu leben beginnen kann!

Wie oft saß ich während dieser höchst anstrengenden Zeit an meinem Schreibtisch, während Freunde und Familie mitten im verspäteten Sommer auf Festivals waren. Wie oft hörte ich die Menschen am See plantschen, während ich in meinen Büchern laß. Wie viele Tage purer Sonne vergangen, während ich ein Interview nach dem nächsten transkribierte … eine unglaublich Zeit liegt hinter mir. Eine Zeit in der ich durchaus mit mir selbst kämpfen musste, denn ich musste erst einmal lernen Höchstleistung in jeglicher Situation zu erbringen.

Normalerweise kann ich solchen Situationen, z.B. bei Prüfungen, nur mit einem klaren Kopf und einem klaren Umfeld begegnen. Der Haushalt muss daher immer Tip Top sein und wenn nicht? Ja, dann wird erstmal die Wäsche gemacht, bevor es wieder ernst wird. Ich habe zu Beginn dieser Phase lernen müssen, dass gerade das völlig egal ist. Der Wäschekorb kann überlaufen #istmiregal, die Duschscheiben können schon milchig sein #istmiregal und die Zahnpasta kann am Spiegel hängen #istmiregal. Ja, mittlerweile kann ich sogar auf einer Baustelle hochkonzentriert arbeiten und möchte über mir jemand einziehen? Kein Problem, auch dabei habe ich gelernt Höchstleistung zu erbringen.

Jeder, der bereits in einer ähnlichen Situation war, weiß, dass sich gerade in so einer Lebensphase ein unglaublicher Druck aufbaut, doch ich sag euch eins: Das Schreiben an sich ist gar nicht das Problem, nein. Wenn man im Flow ist, hat man vielleicht sogar Spaß daran! Es ist das Umfeld. Freunde müssen abgewimmelt werden, die Familie sieht man nur noch sporadisch, Netzwerke können nicht mehr gepflegt werden und vor allem – nur die wenigsten haben Verständnis.

Wenn man nebenbei arbeiten geht, ist der Druck noch größer, das kann ich bestätigen, denn dann muss man lernen auf Knopfdruck umzuswtichen – alles muss laufen. Aber zweigleisig wäre ja noch einfach – ich fahre lieber dreigleisig und musste, wie ihr mit Sicherheit schon gecheckt habt, vorrübergehend leider ein Gleis stilllegen – meinen Blog.

Ich hatte lange überlegt, aber es war einfach nicht möglich alles zu stemmen. Ich wollte meine Bachelor Arbeit schließlich hochwertig aufbereiten, ob ihr es mir glaubt oder nicht – das Thema war so unglaublich interessant und wertvoll für mich, dass ich mich dazu entschied jede einzelne Kraft in die BA zu stecken. Während meiner Recherche habe ich mit wundervollen Menschen zusammengearbeitet. Alle sind in der Blogosphäre tätig und haben mich, jeder auf seiner Art, inspiriert. Egal ob Modeblogger, PRler, Influencer Marketing oder Blogger-Agenturen – deren Aussagen hat meine Sicht auf die Blogosphäre, auf das was ich bisher vor hatte, völlig verändert. Wie man sich als Fashion Blogger zur Marke macht? Ha – ich weiß es jetzt ganz genau!

Wie oft habe ich während dieser ganzen Zeit voller Informationsüberflutung davon geträumt mit meinem To-Do Heft auf meinem Sofa zu liegen – natürlich in meinen neuen Einhornpuschen – und neue Ideen aufzuschreiben. Das Gefühl ENDLICH LOSZULEGEN brannte in meinen Füßen, wie bei einem Pferd in einer Startbox. Ich konnte diesen einen Tag nicht abwarten, denn es kamen immer mehr Ideen hinzu. Und dann war es irgendwann soweit – total stolz hielt ich meine 225 Seiten in der Hand. Natürlich hatte ich bei der Produktion der Bindung gleich eine neue Kooperation gecatched und da war das Buch – meine fertige Bachelor Arbeit.

Ein unglaubliches Gefühl!

Nach der Abgabe kamen mir die Bilder wieder in den Kopf, wie ich um fünf Uhr morgens nicht aufhören wollte zu schreiben, welch tolle Menschen ich kennenlernen konnte und vor allem welch wertvolle Ergebnisse ich erforscht hatte. Nun war der langersehnte Tag gekommen, an dem ich endlich in meinem Büchlein brainstormen konnte. Ich verrate euch was: Ich habe es bis heute nicht geschafft. Why? Ganz einfach – der Alltag ist wieder da und mit ihm ein Berg an liegengebliebenen Lasten.

Manchmal sollten wir uns auf die wichtigsten Dinge im Leben konzentrieren. Familie, Freunde, ein eigener Blog oder die Bachelor Arbeit. Wir lassen uns einfach zu schnell ablenken, gehen einem immer wieder einkehrenden System nach ohne einen klaren Fokus zu setzen. So vergehen die Stunden, Tag für Tag. Wer wirklich etwas schaffen will, der sollte alles stehen und liegen lassen: Machen lautet hier die Devise! Sich einfach ein wenig der kostbaren Zeit nehmen, loslegen.

Und genau das mache ich jetzt auch! #xoxo

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1 Kommentar

  1. 12/10/2016 / 23:01

    Erstmal herzlichen Glückwunsch für die fertige Bachelorarbeit. Ich bin mir ganz sicher, dass diese richtig gut geworden ist und 225 Seiten können sich wirklich sehen lassen.
    Deinem letzten Absatz kann ich absolut verstehen. Irgendwie vergeht die Zeit und ich schaffe nicht die Hälfte von dem, was ich eigentlich schaffen sollte.
    Da muss ich definitiv noch dran arbeiten.

    Liebe Grüße
    Shades of Ivory

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